04
Jan

Tatort Hamburg – die fünfte Episode von Stirb langsam?

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Nick Tschiller (Til Schweiger) will den Tod seiner Frau rächen
© NDR/Gordon Timpen

Gestern lief der zweite Teil der Tatort Doppelfolge und das völlig orientierungslos.
Es gab keinen Fall, keinen Toten, keine Verdächtigen, keine Ermittlungen. Das was die Marke Tatort prägt.
Ein Team von Komissaren, meist Charakterköpfe, die sich einer Aufgabe stellen…dem Aufspüren von Mödern!
Der Hamburger Tatort hatte all’ das nicht und viel schlimmer, der Hauptdarsteller sieht sich vernab von jeglicher Kritik als der Übervater der Ermittler.
Ein “armseliger” Til Schweiger allein im Getümmel unzähliger provilierter Ermittler beschimpft Charaktere wie Dietmar Bär usw.

Lieber Til,
Größenwahn ist nicht so dein Ding. Wäre der Tatort Hamburg doch lieber ein Blockbuster geworden als ein Tatort, würde sich die Marke Tatort lieber gesellschaftlicheren Dingen wie Flüchtlingskriese, Parallelgesellschaften u.v.m. beschäftigen als über eine Aneinanderreihung sinnloser Aktionszenen und pöbeleien eines völlig übermotivierten Herrn Schweiger.

Achja, da war ja noch was: Helene Fischer und Frau Rakers im Vergleich der Nebendarsteller. Heute gelesen das Voting, wer war die bessere. Den Kommentar sparen wir uns lieber.

http://www.stern.de/kultur/tv/til-schweiger-feiert-seinen–tatort–und-beleidigt-kritiker-und-kollegen-6630094.html

03
Dez

Studie zum Fernsehkonsum: Qualität ist kein Faktor

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Sony bricht eine Lanze fürs TV und spendiert eine Medienstudie zum Thema “Warum wir fernsehen”. Darin geht es vor allem um die verschiedenen Gründe, weshalb uns bewegte Bilder — nicht nur aber vor allem im TV — überhaupt so sehr in Bann ziehen, sozusagen als Denkanregung. Das Zuschauerverhalten ändert sich ja seit geraumer Zeit aufgrund der Konkurrenz durch andere Medienangebote — welches die Stärken und Schwächen eines traditionellen oder künftigen Fernsehens sind oder sein können, lassen sich, so Sony, am besten aus den unterschiedlichen Motivationen und Bedürfnissen von Zuschauern ableiten.

Die Studie zeichnet einige recht klare Linien. Erstens wird immer noch wirklich viel ferngesehen — gute drei Stunden am Tag läuft im durchschnittlichen (britischen) Heim der Fernseher, deutlich mehr bei älteren Generationen, weniger bei der Jugend. Er ist also immer noch ein Mittelpunkt im Haus, gleichzeitig aber auch einfach nur nebenbei oder im Hintergrund an. (mehr …)

25
Jul

MediathekView 7 – Augen zu und runter

Wer auf öffentlich-rechtliches Fernsehen steht und einen Computer mit Internetzugang sein Eigen nennen kann, hat sich sicherlich schon mit den Mediatheken der Sender beschäftigt. Bis sieben Tage (bei manchen besonderen Sendungen auch mehr) nach der Ausstrahlung im Fernsehen, stehen hier die Inhalte der Sender online zur Verfügung. Danach wird der ganze schöne Content, bezahlt vom Beitragszahler, weggeworfen. Depublizieren nennen das die Content-Freedis. Wer auch nach dem Depublizieren noch Sendungen sehen möchte, muss auf anderem Wege Vorsorge treffen. (mehr …)